Versprechen

Warum das alles?

Wenn man nach Aspekten sucht, die die Pfadfinder*innenarbeit ganz deutlich von anderen Formen der Jugendarbeit unterscheiden, fällt einem schnell das Pfadfinder*innen-Gesetz und das Versprechen ins Auge.

Natürlich arbeiten wir heute nicht mehr mit dem Originalwortlaut von 1907, sondern bemühen uns, Gesetz und Versprechen so zu formulieren, dass junge Menschen den Sinn auch heute noch gut erfassen können. Trotzdem soll die Grundidee erhalten bleiben: Pfadfinder*innen verpflichten sich zu einer bestimmten Haltung gegenüber ihrer Umwelt.

Zentral sind dabei – damals wie heute – Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme gegenüber Mitmenschen, die Achtung und der Schutz der Natur sowie die Mitgliedschaft in der weltweiten Gemeinschaft der Pfadfinder*innen.

Natürlich sind die Pfadfinder*innen-Gesetze kein juristischer Gesetzeskatalog, der eingeklagt werden kann, und das Versprechen ist kein Eid. Vielmehr stellen die Gesetze eine Leitlinie für unsere Arbeit dar. Im Versprechen verpflichtet sich jeder Pfadfinder*in, sein oder ihr Bestes zu geben, um sich an diese Werte und Vorgaben zu halten.

Pfadfinder*innengesetze des VCP

Christliche Pfadfinder*innen...
1. ...  sind aufrichtig in Gedanken, Worten und Taten
2. ...  sind zuverlässig und hilfsbereit.
3. ...  verlieren in Schwierigkeiten nicht den Mut.
4. ...  schützen die Natur und bewahren die Schöpfung.
5. ...  leben einfach und können verzichten.
6. ...  fügen sich aus freiem Willen in die Gemeinschaft ein.
7. ...  sind solidarisch und treu.
8. ...  setzen sich für Frieden ein und lösen Streit ohne Gewalt.
9. ...  nehmen Rücksicht und achten ihre Mitmenschen.
10. ... tragen zur Freundschaft aller Pfadfinder*innen in aller Welt bei.

Unser Versprechen

Das Versprechen wird in unserem Stamm bei Aufnahmen in feierlicher Stimmung auf Lagern von einem Sippling abgenommen. Hierbei wird eine Andacht vorgetragen, das jeweilige Stufen Halstuch wird übergeben und folgendes Versprechen abgenommen.

Ich will mit euch christliche*r Pfadfinder*in sein,
der Glaube an Gott macht mir Mut,
gemeinsam unseren Weg zu gehen,
für den anderen einzutreten,
und unsere Umwelt im Blick auf unser Ziel zu gestalten